🎙️ Zwei Folgen in einer Woche?! 👀

Episode 22 – Quickfire-Runde, Elite-Athleten & Crocs im Kraftraum

In Episode 22 haben wir uns selbst übertroffen: Zwei Folgen in einer Woche – und das, obwohl Alex mitten in einer Weiterbildungswoche im Hotel festhängt. Genau die richtige Atmosphäre für eine schnelle, knackige Folge mit ein paar Quickfire-Fragen, sportwissenschaftlichen Deep-Dives und natürlich einer ordentlichen Portion Humor.

Zwischen Bierchen in der Hotelbar, Gewichtheben in Crocs und Leberdrainage im Leistungssport war alles dabei.

Was macht einen Elite-Athleten aus?

Wir haben darüber gesprochen, warum der Begriff „Elite“ im amerikanischen Kontext etwas anders verstanden wird und was ihn aus unserer Sicht definiert.

Fritz dazu sehr klar:

„Der Elite-Athlet ist erstmal jemand, der besser ist als fast alle anderen. Punkt.“

Talent, Glück, Strukturen – all das bringt einen Athleten vielleicht nach oben. Aber dort zu bleiben? Das ist eine eigene Disziplin.

Elite sind aus unserer Sicht vor allem Athleten, die konstant an sich arbeiten, sich nicht auf Erfolgen ausruhen und ihren Entwicklungsprozess aktiv steuern.

Es geht weniger darum, „perfekt“ zu sein, und mehr darum:

  • sich ständig weiterzuentwickeln

  • Verantwortung für den eigenen Fortschritt zu übernehmen

  • und ein Mindset zu pflegen, das den Prozess langfristig trägt

Top-3 Übungen für bessere Sprintfähigkeit

Eine unserer Lieblings-Rubriken in dieser Folge: „Schnelle Frage, schnelle Antwort“.

Gefragt: die drei wichtigsten Übungen, um schneller zu sprinten.
Die Antwort von Fritz:

  1. Sprinten.

    „Wenn man besser sprinten will, sollte man erstmal sprinten.“

  2. Schwere Ausfallschritte / Varianten für Maximalkraft
    Für Beschleunigung & Kraftentwicklung im Unterkörper.

  3. Unilaterale Hinge-Varianten
    z. B. Split-Stance Deadlifts – wegen der exzentrischen Hamstring-Belastung.

Explizit nicht in den Top-3: Plyometrie.
Warum?
Weil sie erst dann kommt, wenn Sprinten selbst und Basis-Kraftstrukturen sitzen.

Overrated / Underrated – Quickfire Special

Die kurze Runde wurde legendär:

Vorfußtraining → Underrated

Der Mensch bewegt sich dynamisch über den Vorfuß – wir machen es aber kaum noch.
Bilaterale Kraftübungen, viel Sitzen, wenig Variation → schlechte Fußfunktion.
Vorfußtraining schafft:

  • bessere Bewegungskompetenz

  • mehr Sicherheit in dynamischen Mustern

  • langfristig resilientere Strukturen

Time Under Tension → Overrated (meistens)

Fritz wieder on fire:

„Muskelaufbau ist die primitivste Form der Trainingsgestaltung.“

Time Under Tension ist wichtig – aber vor allem im Kontext Muskelaufbau oder Reha.
Für Performance-Sport aber eher eine Basis, nicht der Fokus.
Denn: Athletik ist komplex, dynamisch, schnell.
Und TUT dagegen eher: langsam, repetitiv, kontrolliert.

Crocs im Kraftraum → Absolut UNDERRATED

Ja, wirklich.

„Ich habe Pokèmon-Crocs… und ein schwerer Satz geht nur mit Glurak.“

Alex war sprachlos – zurecht.
Und die Erkenntnis der Folge:
Medizin ist wirklich ein biopsychosoziales Modell.

Diagnostik, viszerale Systeme & Sport

Alex war die ganze Woche in einem Diagnostikkurs und hat spannende Einblicke mitgebracht.
Besonders interessant:

  • viszerale Zusammenhänge im Leistungssport

  • Leber & Stoffwechsel unter hoher Belastung

  • Organdynamiken und Rückenschmerz

  • warum viele Fußballer sensitive Leber- und Nierenbereiche haben

Fritz dazu:

„Diese Systeme beeinflussen sich massiv. Wenn man sie einmal integriert, wird vieles plötzlich logisch.“

Wir überlegen:
Eine eigene Folge nur zu viszeralen & kranialen Themen – die „Rummelritualfolge“.
Mit Mitmachteil.
Und Räucherstäbchen. Vielleicht.

Fazit

Episode 22 war eine perfekte Mischung aus:

  • Fachwissen

  • Humor

  • schnellen, klaren Antworten

  • und einem tieferen Blick in Systeme, die oft übersehen werden

Und:
Wir haben endgültig bewiesen, dass 2 Folgen pro Woche drin sind – auch wenn Alex im Hotel eingesperrt ist und Fritz Crocs trägt, die eigentlich illegal sein sollten.