🎙️ Außenbandrisse, Schwellungsmanagment, Verkürzungen und Reha Quatsch

Außenbandriss, Schwellung & Dehnen – Mythen und Fakten aus der Praxis

In unserer neuen Folge von „Alex & Fritz – Physiotherapie und Training von A bis Z“ sind wir tief in einige Klassiker der Sportverletzungen und ihrer Behandlung eingestiegen. Zwischen Sauerteigbrot, Gartenmeditation und Handball-Torwart-Routinen haben wir diesmal drei große Themen diskutiert: Sprunggelenksverletzungen, Schwellungsmanagement nach OP und die Frage nach Dehnen & Beweglichkeit.

Alex erzählte von einer Patientin mit Außenbandriss im Fuß, die nach zehn Wochen noch immer mit Schmerzen und Schwellung zu kämpfen hatte – obwohl die ärztliche Empfehlung „sechs Wochen Schiene und Abwarten“ lautete. Wir waren uns einig: Ruhigstellen ist selten die Lösung.

„Wenn eine Struktur heilen soll, muss man sich fragen: Worauf adaptiert sie überhaupt? Und die Antwort ist Spannung und Zug.“ – Fritz

Statt Passivität braucht es frühfunktionelle Belastung, gezieltes Training der Peroneen und eine klare Progression. Denn der Körper heilt nicht besser, wenn man ihn sechs Wochen „lahmlegt“.

Ein weiteres großes Thema war das Schwellungsmanagement nach Meniskus-OPs. Hier ging es um Muskelpumpe, Atemtraining und Lymphtechniken. Wir diskutierten kritisch die gängige Praxis von Kälteanwendungen und sprachen über Alternativen wie Wärme, Atemübungen und moderne Tools (z. B. Game Ready oder Reboots).

„Unser Körper kann vieles besser als wir – manchmal müssen wir ihm nur vertrauen, anstatt alles von außen unterbrechen zu wollen.“ – Fritz

Zum Abschluss sprachen wir über Beweglichkeit, Verkürzung und Dehnen. Müssen sich Sportler wirklich minutenlang dehnen, oder reicht Krafttraining? Wir stellten klar: Beweglichkeit ist vor allem eine Fähigkeit des Nervensystems, Sicherheit in bestimmten Positionen zuzulassen. Dehnen kann Teil eines Rituals sein – entscheidend ist aber meist exzentrisches Training, Kraft und Funktion.

Und wie immer durfte ein bisschen Humor nicht fehlen: von „Kleinanzeigen-Trampolinen von Sabine“ bis zu Handballtorhütern, die lieber in der Ecke dehnen, weil sie keinen Bock auf Warm-up haben.

👉 Fazit: Wer verletzt ist, sollte nicht passiv warten – sondern Bewegung, Funktion und kluges Training nutzen.

Fritz ReinckeKommentieren